Vater werden

Ich werde Vater – und jetzt?

Ungelogen, es wird eine spannende Zeit, die bereits mit der Schwangerschaft beginnt. Vorallem, wenn Du als werdender Vater die Zeit der Schwangerschaft ganz aktiv miterlebst und Deine Partnerin in dieser Zeit der Veränderung so gut unterstützt, wie möglich. Klar ist, dass sich vieles von jetzt auf nachher verändern wird. Vielen Männern macht

Booties, Mädchen – TerriC@pixabay.com (CC0)

das Angst, immerhin wird die Freiheit, die man die Jahre davor genießen konnte, wahrscheinlich ziemlich eingeschränkt. Auch die Veränderung des Körpers der Partnerin löst bei vielen Männern zunächst Unsicherheit aus, was alles in allem dazu führt, dass sie sich noch schwer auf die neue Situation einstellen können.

Jeder Mann und jede Frau ist anders, deswegen gibt es auch kein Patentrezept, wie man sich gemeinsam auf die neue Situation einschwört. Der eine Mann trägt die schwangere Frau vom ersten Tag an auf Händen und himmelt das Baby bereits im Mutterleib an – andere Männer werden erst nach der Geburt so richtig mit ihrer neuen Rolle warm. Vorher konnten sie sich vielleicht nicht so richtig identifizieren, weil sie nicht unmittelbar davon betroffen waren. Das werden alle Männer für sich selbst rausfinden müssen und ihren Platz neben Mutter und (ungeborenem) Kind finden müssen. Denkt dran, Männer, Kinder brauchen ihre Väter – warum auch nicht bereits in der Schwangerschaft. Eure Partnerin wird es euch zudem danken, sie wird jegliche Unterstützung gerne annehmen.

Gemeinsam Schwanger

Wie oben bereits geschrieben, müssen sich auch werdende Väter zunächst auf die Situation einstellen. Das wird in der Anfangsphase noch schwieriger, weil sich unter Umständen die Frau auch erstmal eher zurückzieht, um mit den Veränderungen ihres Körpers klar zu kommen. Männer sollten sich jetzt auf die kleinen Dinge konzentrieren, die der Frau Sicherheit geben, auch die ein oder andere Überraschung (vielleicht in Zusammenhang mit dem kommenden Baby) ist jetzt gefragt. Vielleicht suchst Du als werdender Vater schonmal ein Kinderbettchen aus oder räumst das Büro für das zukünftige Kinderzimmer aus. Begleite Deine Frau zur ersten Ultraschall-Untersuchung und erfahrt gemeinsam das Geschlecht des Kindes oder massiere den Bauch Deiner Liebsten zärtlich – davon haben Mutter und Kind gleichermaßen etwas.

Die Geburt

Muss ich mit in den Kreißsaal?
Muss ich das miterleben?
Wird sich das Verhältnis zu meiner Frau dadurch verändern?
Kann ich ihr überhaupt helfen?

Das sind nur ein paar der Fragen, die sich Männer stellen, je näher die Geburt rückt. Aber wer schonmal eine Geburt im Kreißsaal miterlebt hat, wird sagen – die Geburt ist ein aufregendes, schönes Erlebnis für den Vater – kein Drama. Für den Vater, wohlgemerkt. Aber er kann der Gebährenden nahestehen, ihr die Hand halten, gut zusprechend – und hinterher kann er der Partnerin Erinnerungen schenken, die sie selbst von der Geburt nicht hat, weil sie so erschöpft war, schlimme Schmerzen hatte und deswegen nicht alles bewusst miterlebt hatte. Der erste Schrei, der erste Atemzug – all das kann man als Vater stolz miterleben, wenn man im Kreißsaal dabei ist. Und vorallem – ihr könnt hinterher bei Kumpels und Freunden mitreden, aber auch im Nachhinein mit eurer Frau.

 

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