11 Anzeichen, dass Du einen Threenager zuhause hast


Die Situation

Die Trotzphase – auf der Ich-finds-geil-Skala von Eltern von eins bis zehn auf Platz 2, direkt nach der Pubertät – erwischt jedes Elternpaar eiskalt, egal wie vorbildlich die Erziehung aussieht. Diese Phase – meist ab Mitte des 3. Lebensjahres, aber auf alle Fälle wenn der Nachwuchs 3 Jahre alt ist – raubt Eltern den letzten Nerv, bringt sie an den Rand des Wahnsinns und lässt sie an allen Erziehungsmethoden zweifeln. Zwischenzeitlich mag sich das Gefühl einstellen, dass der Spross eine andere Sprache spricht, oder grundsätzlich alles, was in den ersten Lebensjahren vermittelt wurde, von diesem völlig verdrängt wurde. Es spielen sich regelrecht Dramen ab, Verbote werden ausgesprochen, die Situation schaukelt sich extrem hoch – das Kind schreit, die Mutter schreit, letztendlich gibt es nur Frust auf beiden Seiten.

Für die Eltern unter euch, die sich wundern, wo ihr Nachwuchs abgeblieben ist und wer das ignorante, rebellierende und aufmüpfige Kind ist, das seit neustem morgens mit ihnen aufwacht, haben wir hier eine Checkliste, die als Blaupause für eine Trotzphase dienen könnte. Seid gewiss, die Phase geht vorbei. Spätestens zur Pubertät habt ihr wieder andere Kinder. Ob das allerdings besser ist?

Woran erkenne ich, dass ich einen Threenager zuhause habe?

Aber zurück zu den Threenagern, einem Begriff der seit längerem im Internet kursiert und jene aufmüpfigen Dreijährigen mit der Attitude eines Teenagers beschreiben soll. Hier haben wir 11 Anzeichen gesammelt, die darauf hinweisen, dass Du einen Threenager zuhause hast:

  • Wenn Du einkaufen gehen willst, will Dein Kind lieber malen. Grundsätzlich will es ab sofort immer genau das Gegenteil von dem, was Du jetzt gerade machen willst.
  • Dein Schatz will alles alleine machen. Selbst Astrophysik scheint keine Hürd bei den kleinen Rackern mehr darzustellen. Und sie sind nicht davon abzubringen.
  • Panikattacken, wenn das Ketchup ein Stückchen zuweit auf den Pommes gelandet ist. Du kannst machen, was Du willst – Dein Kind wird sie keinesfalls mehr essen.
  • Dein Kind kann quasi gar nichts mehr. Ich kann jetzt nicht schlafen, ich kann nicht in die Badewanne und ich kann das jetzt nicht. Im Zweifel hat es sofort Bauchschmerzen.
  • Wenn irgendwas unvorhergesehenes passiert ist sofort ein Schreikrampf angesagt, z.B. der Fernseher geht nach der vereinbarten einen Folge Comic aus.
  • Wenn ins Bett gehen zur Hölle wird und die Ankündigung selbigen Vorgangs mit auf den Boden werfen und laut schreien quittiert wird.
  • Kleidung ist nicht mehr gleich Kleidung, insbesondere wenn die Mama oder der Papa sie ausgesucht hat. In der Regel kann man das ab sofort nicht mehr anziehen. Dagegen muss sich mit lautem Protest gewehrt werden.
  • Der Mittagsschlaf ist doof, vorallem im Babybettchen. Threenager schlafen lieber im Autositz und dafür richtig spät am Nachmittag, damit sie abends länger durchhalten (vgl. 2 Punkte vorher)
  • Zähneputzen versteht Dein Nachwuchs als Aufforderung wegzulaufen und sich zu verstecken. Die Chance auf Wiederauffindbarkeit ist dabei aber recht hoch.
  • Du lebst ständig in Angst, wenn Du Entscheidungen treffen must, z.B. schneide ich das Brot in kleine Stücke oder lieber nur einmal in der Mitte durch. In der Regel ist jede Entscheidung final falsch.
  • Jedes zweite Wort ist warum. Warum, warum, wieso, warum, Papa, warum, Mama? Warum? Was?

Fazit

Leben mit Threenagern ist nicht einfach und erfordert viel Geduld und Liebe zu seinen Kindern. Wer aber mal eines über die Threenager-Phase hinaus gerettet hat, weiß, dass es sich in jedem Falle lohnt.

 

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2 Antworten

  1. Manuel sagt:

    Und wie wir das kennen. Die beste Kombi ist ein Trotzkind und ein älteres Geschwisterkind. Das birgt Potential für richtig Stress im Kinderzimmer.

  2. Sylvia sagt:

    Oh ja, stimmt JEDER einzelne Punkt. Wann geht das wieder vorbei?

    Toller Artikel!

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