Das moderne Babyzimmer

Für den neuen Erdenbürger im eigenen Haus wird natürlich seitens der Männer alles in Bewegung gesetzt. Da darf es insbesondere im neuen Kinderzimmer natürlich an nichts fehlen. Zum Einen müssen natürlich alle notwendigen Dinge vorhanden sein, die man so braucht mit einem kleinen Neugeborenen. Das fängt an beim Wickeltisch mit Wärmestrahler drüber und hört beim schicken und natürlich absolut säuglingssicheren Babybettchen auf. Wer möchte hier schon sparen, wenn es um das Größte – den eigenen Nachwuchs geht?

Aber in einem heutigen Babyzimmer findet man oft noch viel mehr, vorallem technische Innovationen, an die vor 10 Jahren noch niemand gedacht hätte.

Überwachung des Babys

Ein gesunder und erholsamer Schlaf des Kindes ist sehr wichtig. Eltern sorgen sich aber insbesondere während diesen Schlafstunden um die Gesundheit der Babys. Meist schläft das Kind schon in einem eigenen Zimmer und man bekommt nicht immer direkt mit, was passiert. Um jederzeit über den Zustand des Kindes Bescheid zu wisse, helfen sich Eltern mit technischen Produkten aus.

Hier findet man immer öfter Kameras, die das sonst übliche Babyphon um einen visuellen Eindruck erweitern. Somit haben die Eltern jederzeit die Möglichkeit, z.B. auf dem Fernseher oder auf einer App auf dem Mobiltelefon ein Bild des schlafenden Engels zu sehen und können so jederzeit schauen, ob es dem Kind – zumindest visuell – noch gut geht.

Ein weiteres Thema zur Überwachung des Kindes sind sog. Sensormatten, die den Schlaf des Kindes – insbesondere dessen Atmung – überwachen sollen, um die Gefahr eines plötzlichen Kindstods zu verringern.  Diese Sensormatten sind meist mit dem Babyphon gekoppelt oder stellen passende Apps für Mobiltelefone zur Verfügung. Sobald die Atmung des Kindes aussetzt oder unregelmäßig wird, bekommt man das auf dem Gerät der Eltern optisch und akustisch mitgeteilt. Somit hat man als Eltern auch während des Schlafes die Sicherheit, im Zweifel aufgeweckt zu werden und nach dem Wohl des Kindes schauen zu können. Man sollte beachten, dass diese Geräte nicht zur Überwachung von Risikokindern gedacht sind. Hier bedarf es medizinisch adäquates Gerät.

Funktionsweise dieser Sensormatten

Unter den Bettbezug des Kinderbettes werden sog. Sensormatten gelegt, die die kleinsten Bewegungen des Babys registrieren – somit auch die Atemzüge. Unterschreitet die Frequenz eine gewissen Schwellwert, so wird, wie oben bereits erwähnt, Alarm am Bett oder auch am mobilen Elterngerät ausgelöst. Damit das einwandfrei funktioniert, kommt es natürlich auf die Platzierung der Matten an. In einem Bett, in dem mehr als nur das Kind schlafen, macht eine solche Matte aufgrund ihrer Empfindlichkeit wenig Sinn. Ebenso verhält es sich mit Bettchen, die an das elterliche Bett angehängt werden und mit diesem verbunden sind. Somit werden auch Bewegungen wahrgenommen, die nicht ausschließlich vom Kind kommen.

Sauerstoffgehalt und Puls des Babys

Vor kurzem wurde auf der Tech-Messe CES in Las Vegas ein neues Baby-Gadget vorgestellt, welches den Sauerstoffgehalt im Blut des Babys überwacht (und somit natürlich indirekt die Atmung des Kindes – wenn auch verzögert). Es handelt sich hierbei um eine Babysocke der Firma Owlet, die einmal angezogen, den Sauerstoffgehalt im Blut und die Herzfrequenz des Babys überwacht. Die Daten, die die sog. Smart Sock (Preis ca. 300 Dollar) landen per Bluetooth auf einer Basisstation, die diese dann via Internet für eine App verfügbar macht. Die App zeigt – sofern alles in Ordnung ist – nur ein Foto des Kindes, keinerlei Vitalwerte, sodaß Eltern nicht immer einem Kontrollzwang unterworfen sind. Erst bei Abweichungen der Werte alarmiert die App. Manchen Eltern macht es mehr Angst, all diese Informationen nicht zu haben, andere macht es nervös, zu viele Informationen zu haben.

Sinnhaftigkeit von Überwachungssystemen

Generell macht es schon Sinn, mittels Technik die Zeit in der das Kind unbeaufsichtigt ist, möglichst umfassend zu überwachen. Wichtig ist, dass man im Falle eines Alarms auch schnell zur Stelle ist und mit den entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut ist, um schlussendlich auch helfen zu können. Vielen Eltern dient es auch zur Beruhigung, wirklich alles zum Wohl seines Kindes getan zu haben. Am Ende muss das jeder für sich entscheiden, ob er lieber einmal mehr ins Babyzimmer geht, oder lieber auf ein digitales Endgerät schaut, um sich ein Bild seines Sprösslings zu machen.

Testberichte lesen

Bevor man sich dem immer weiter wachsenden Markt von Babytech hingibt und jedes Produkt einfach kauft, sollte man sich immer ausreichend informieren und besser den ein oder anderen Testbericht lesen. Die innovativsten Produkte sind hierzulande sowieso noch nicht auf dem Markt verfügbar und aktuell meist nur in den USA erhältlich. Die Stiftung Warentest hat sich Babyphones mit Ton- und Videoübertragung in einem ausführlichen Test zur Brust genommen und kommt zu folgendem Urteil: „Eltern verlassen sich darauf, dass Babyphones zuver­lässig Geräusche aus dem Kinder­zimmer melden. Doch nicht alle 17 Babyphones aus dem jüngsten Test erfüllen dieses Versprechen. Geprüft hat die Stiftung Warentest klassische Modelle, die nur den Ton oder Ton und Bild über­tragen sowie „smarte“ Baby-Webcams (Preise: 45 bis 250 Euro). Nur zwei Geräte sind gut. Der Test zeigt, dass sich die Webcam-Videos leicht von Fremden abfischen lassen. Erfreulich: Elektrosmog ist kein Problem.“ (Quelle: www.test.de)

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